Montag, 9. November 2015

Der rostige Pfennig

Heute morgen wachte ich mit einem super ekligen Geschmack im Mund auf, es schmeckte, als hätte ich einen rostigen Pfennig im Mund.
Ich setzte mich auf und stürmte sofort ins Bad, wo ich voller Eifer erstmal die Toilettenfische fütterte.

Schlimmer Magen-Darm-Infekt sagte die Selbstdiagnose, also entschuldigte ich mich bei der Arbeit und fuhr umgehend zum Arzt. Der war ebenfalls sehr entscheidungsfreudig und bestätigte meine Diagnose sofort wobei er sie noch um einen Verdacht auf Magenschleimhautentzündung ergänzte. Ich bekam die bekannten Mittelchen aufgeschrieben und huschte damit nach Hause. Im Hausflur roch es Dank eines Kettenrauchers im Erdgeschoss stark nach kaltem Rauch und sofort legte ich einen Zahn zu und schaffte es pünktlich zur nächsten Toilettenfischfütterung noch ins Bad.

Komischer Magen-Darm-Infekt. Jetzt wurde mir schon beim Geruch von fiesen Dingen speiübel. Ich machte dafür die Gastritis verantwortlich.

Dazu kam eine total bleierne Müdigkeit. Bleierne Müdigkeit ist allerdings bei mir nichts neues. Ich bin Narkoleptikerin, Müdigkeit ist mein zweiter Vorname. Aber irgendwie schien ich echt fies krank zu sein und so gönnte ich mir ein kleines Schläfchen.

Als ich am späten Nachmittag wieder aufwachte, rannte ich sofort wieder zur altbekannten Fütterung, da ich wieder diesen metallischen Geschmack im Mund hatte. Ekelhaft.

Danach hatte ich es einfach satt... Doktor Google sollte helfen. Drei Klicks und einen Suchbegriff später scrollte ich durch die Ergebnisliste und las nur ein einziges Wort und das gefühlte 10.000 mal:

SCHWANGERSCHAFTSANZEICHEN.

Ich war baff und auch leicht panisch. Schwanger? Ich? Wie?

Denn ich leide an einer Hormonstörung und mir war leider schwarz auf weiß gegeben worden, dass das mit einem eventuellen Kinderwunsch sehr schwierig werden würde.

Ich werde die erste Panik jetzt überschlafen und morgen mal einen Schwangerschaftstest kaufen...

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